Trocknung – brand
Einsatzzweck:
Brandgasöfen Typ CAZ sind zur Erwärmung bzw. Trocknung oder Brand des Einsatzgutes mit Arbeitstemperaturen bis 200°C bestimmt.
Beschreibung der Anlage:
Eine leichte Ofenkonstruktion aus Stahlprofilen ist mit Blechen eingedeckt, der Ofeninnenraum und Luftkanäle
sind aus feuerverzinkten Blechen ausgeführt. Die Wärmedämmung des Ofens besteht aus Faserdämmstoff. Das
Einsatzgut wird erwärmt in Kammern, die mit je einem Gasbrenner, Ventilator und mit Luftansaug- bzw.
Abgasabzugsklappen ausgestattet sind. Die Luftansaugmenge kann durch bewegliche Klappen manuell gesteuert
werden. Die letzte Kammer dient als Kühlkammer. Im Ofeninnenraum wird mittels eines Hochleistungslüfters
die Luftumwälzung hergestellt, wobei dem Lüfter bei der Verbrennung des Erdgases produzierte Heißluft
zugeführt wird. Der Lüfter gewährleistet eine vollkommene Vermischung der Luft und der heißen Abgase auf
die gewünschte Temperatur, und zwar auch beim Tastbetrieb des Gasbrenners. Der Einlauf- und der Auslaufbereich
des Ofens sind mit einer Wärmedämmenden Schutzwand versehen. Auf die gleiche Weise sind auch die vorletzte
und die letzte Kammer getrennt. Die Anlage ist mit einem Abzugsventilator für einen zwangsläufigen Abgasabzug
von den Kammern ausgestattet.
Bewegung des Einsatzgutes in der Anlage:
Das Einsatzgut wird auf einen Flechtwerkstoffband gelegt, und nach dem Ofendurchgang von diesem manuell abgenommen.
Die Bandgeschwindigkeit ist an der Frontplatte des elektrischen Steuerschranks im vorgegebenen Bereich einstellbar.
Regelung:
Die Temperatur in den Zonen wird durch Mikroprozessor-Temperaturregler geregelt. Die Temperaturregler geben
Signal an die Gasbrenner-Schaltautomatik. Die Temperatur wird im Ofen durch Widerstands-Thermoelemente
abgetastet.
Elektrischer Steuerschrank:
Im elektrischen Steuerschrank sind Stromkreise für den Bandantrieb und für Lüfterantriebe sowie
Steuerautomatik für den Ofenschrittbetrieb und für Temperaturregelung in Zonen bzw. Steuerautomatik
für die Schaltung von Elementen untergebracht.
Gaswirtschaft:
Der Ofen ist mit Brennern ausgerüstet, die seitlich an den Kammern wechselweise angeordnet sind. Die
Abzugsgase werden durch eine Abzugsleitung mit Klappen abgeführt. Zur Gaswirtschaft gehört auch der
Hauptabsperrhahn, und die Anlage kann ggf. auch mit Gaszähler ausgestattet werden.
Elektrische öfen
Die Heizelemente sind aus hochwertigem, für die Nenntemperatur des Ofenmediums geeignetem Widerstandsmaterial hergestellt. Für geringere Temperaturen werden geschlossene Elemente (in einem Rohr mit Wärmedämmstoff überschüttete Heizdrähte) verwendet.
Gasöfen
Die Anlage ist mit Brennern einschließlich sämtlicher Gasverteilungen, Absperrventile und Armaturen ausgerüstet. Die Anlagen entsprechen den Emissionsvorgaben.
Öfen für eine Wärmebehandlung bis 450°C
Je nach dem Gewicht und der Beschaffenheit des Einsatzgutes, der Beschickungsweise, ggf. Anschluss an weitere technologische Bearbeitung bieten wir folgende Öfen an:
- Kammer- oder Wagenherdöfen
- Durchgangsöfen
Für die Wahl zwischen einem Kammer- und einem Wagenherdofen sind das Gewicht des Einsatzgutes und die Beschickungsweise maßgebend. Wagenherdöfen erlauben es, ein gewichts- und raummäßig großes Einsatzgut auf den Wagen mittels eines Krans vor dem Ofen aufzuladen. Das Ofentor wird manuell zur Seite (Ein- oder Zweiflügeltor), bei größeren Abmessungen pneumatisch oder durch einen elektrischen Antrieb aufwärts geöffnet. Bei Wagenherdöfen kann das Tor ein Bestandteil des Wagens sein.
Der Ofenwagen wird normalerweise durch einen E-Motor angetrieben. Die Antriebseinheit befindet sich am Wagen oder unter dem Ofen am Ofeneinlauf. Der Ofenrahmen ist aus leichten Stahlprofilen gefertigt. Der Ofen wird vorwiegend mit Leicht- oder Faserstoffen gedämmt, so dass er den Anforderungen hinsichtlich Erwärmungs- und Betriebstechnologie entspricht.
In den Öfen sind Ventilatoren eingebaut. Für die Zwangsumwälzung sind eine gleichmäßige Temperaturverteilung und ein schnellerer Wärmetransport zum Einsatzgut von Bedeutung. Je nach der gewünschten Luftströmungsrichtung (vertikal, horizontal) werden die Ventilatoren entweder in der Decke oder an Seitenwänden angeordnet. Ein System von Ansaug- und Abzugsklappen ermöglicht einen Mediumswechsel im Ofen. Zwecks eines intensiven Luftwechsels kann das Klappensystem mit einem Lüfter nachgerüstet werden. Bei Ausführungen mit Elektrobeheizung wird die Antriebsleistung durch Schütze geschaltet, bei größeren Leistungseinheiten erfolgt die Schaltung kontaktlos mittels Solid-State-Relais bzw. Thyristoreinheiten.
Die Temperatur im Ofen wird mittels thermoelektrischer Thermometer, Thermistoren oder Thermostaten gemessen, und durch auf einen Wert voreingestellte oder mit einer Rampenfunktion ausgestattete digitale Mirkoprozessorgeräte bzw. durch völlig programmierbare Regler geregelt. Bei größeren Komplexen ist eine Regelung durch einen NC-Industriesteuercomputer möglich. In der Grundausführung wird die Temperatur durch einen Punktschreiber aufgenommen, auf Wunsch des Kunden kann ein Mikroprozessorschreiber mit einer elektronischen Datenaufnahme und -archivierung installiert werden. Die Abmessungen, Aufnahmeleistung und Ausführung werden je nach konkreten Fertigungsverfahren, Gewicht des Einsatzguts und Temperaturkurven individuell beurteilt.
| technischer Parameter | Bereich | |
|---|---|---|
| bandbreite | mm | 600 - 2000 |
| höhe des Arbeitsraumes | mm | 200 - 1000 |
| ofenlänge | mm | 3000 - 15 000 |
| teilung von Heizzonen | mm | 800 - 2000 |
| heizmedium | Erdgas | |
| heizleistungsaufnahme Brenner | kW | 40 - 60 |
| bandgeschwindigkeit | wählbar | (Frequenzwandler) |
| arbeitstemperaturbereich | °C | 80 - 200 |
| temperaturgenauigkeit | °C | +/- 5 |
Spezielle trockenöfen in einer explosionsgeschützten ausführung
Diese Öfen sind für explosionsgefährliche Bereiche vorgesehen. Es ist immer ein Ventilator eingebaut, der für eine Luftumwälzung, und dadurch für eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Ofen sorgt. Um die Gaskonzentrationsgrenze im Ofen einzuhalten, ist der Ofen mit Klappen ausgestattet. Im Arbeitsbereich des Ofens münden Ansaugklappen und im Auslasskanal des Ventilators Abzugsklappen, wobei die Abgase anschließend entsorgt werden. Die Wärmedämmung des Ofenraums ist aus Wärmedämmenden Faserstoffen hergestellt.
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